Auto G. Kissener Donaupark 22 93309 Kelheim

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Liebe Kunden und Freunde von Auto G.Kissener

 

Zum 31. Dezember 2016 höre ich auf. Ich habe die Werkstatt verkauft und begebe mich auf einen neuen Weg.

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Seit nunmehr 36 Jahren und 8 Monaten arbeite ich als Kfz-Mechaniker und davon 10 Jahre als Selbständiger Unternehmer.

Ich habe fast mein ganzes bisheriges Leben lang Autos, Kleinlaster, Anhänger und Motorräder repariert. Und jetzt bin ich der Meinung, es ist genug!

Sie als meine Kundschaft sind wundervoll und ich bin davon überzeugt, die besten Kunden der Welt bedient zu haben.

Für mich als Mensch bietet sich die Möglichkeit mir einen Jugendtraum zu erfüllen, der mich schon immer wieder mal gereizt hat:

:-)

L-E-B-E-N

Für mich beginnt ein völlig neues Leben und ich habe vor mit meiner Frau und Ihrer kleinen Tochter zusammen, mit Stützpunkt unter anderem in Mittelamerika, etwas Neues zu beginnen. Und darauf freuen wir uns.

In Erinnerung an viele wundervolle Jahre, die mich zu dem werden ließen, der ich heute bin möchte ich an dieser Stelle die Zeit ein bisschen Revue passieren lassen. Alles fing an im Jahre 1964. Ich bin als zweites Kind meiner Eltern Johannes und Elisabeth Kissener in Kelheim geboren. Wenn ich meiner Mutter glauben darf, war mein erstes Wort “Hammer” und nicht wie sie sich gewünscht hätte “Mama”.

1965: Angeblich bin ich ständig mit einem Hammer rumgelaufen und habe mein Handwerk ausgeübt.

1969: Richtig erinnern kann ich mich an meine ersten Matchboxautos mit denen ich immer unterwegs war und auch an mein Geburtstagsgeschenk, einen roten Blechrennwagen mit Differenzialgetriebe. Leider war dieser schon am ersten Tag kaputt. Ich habe wohl das Getriebe zerlegt und wollte wissen, wie sowas funktioniert. Genau das gleiche ist mit meiner Automatikuhr (eine Uhr ohne Batterie, die sich durch Armbewegung selbst aufzieht) passiert, die nicht den ersten Tag überlebt hat. Gut erinnern kann ich mich auch an die Puppe meiner Schwester, die “Mama” sagen konnte und was war das für ein Hallo, als ich rausgefunden habe, dass für diese Sprachintelligenz eine kleine Minischallplatte zuständig war. Interessant fand ich, dass das Spiel “Schiffeversenken” meines Bruders die selbe kleine Minischallplatte im Inneren hatte, die allerdings das Geräusch eines Raketenangriffs simulierte. Schnell waren beide Schallplatten ausgetauscht und die Puppe explodierte akustisch und ein Treffer beim Schiffeversenken quittierte mit “Mama”. Für mich wars ein Brüller, für meine Schwester allerdings auch einer, nur anders :-)

1964kl
1973kl
Rollbrettkl

1970: Meinem Vater habe ich den Basteltrieb zu verdanken, denn er hat aus den zwei Kinderrollern ein Seifenkistl gebaut, mit dem ich mit meiner Schwester die Hauptstrasse in Ihrlerstein das leichte Gefälle von unserem Haus weg gefahren bin. Da war ich gerade mal in der ersten Klasse.

1975: Meine ersten eigenen produktiven Basteleien waren ein Rollbrett mit Rollschuhrollen unten dran, heute würde man Skateboard sagen. Nur dass mein Rollbrett breiter war, dass man drauf sitzen und durch Gewichtsverlagerung lenken konnte. Mein Cousin fuhr mit dem Fahrrad voraus und mit Abschleppleine ich hinterher. Es war eine richtige Herausforderung, ihm die Kurven hinterher zu kommen.

1977kl

1977: Mein nächstes Projekt war ein Fahrrad für den Winter. Statt Rädern hatte mein Bike abgesägte Ski unten dran. Und damit bin ich die Hänge in Ihrlerstein runterdedüst.

Seitenwagenkl

vorher

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1978: Das nächste Projekt war ein lenkbarer Seitenwagen, wie ich ihn beim Ratisbona Bergrennen in den 70er Jahren Live gesehen habe. Natürlich ohne Motor, aber für Bergabrollen nach Seifenkistlmanier, war es ein Wunderwerk.

1980: Nach dem Abschluss der Johann Simon Mayr Realschule Riedenburg mit der Mittleren Reife, habe ich mit 16 Jahren meine Ausbildung zum Kfz-Mechaniker begonnen. Mein Ausbildungsmeister hat mir schon immer viel Freiraum gelassen und Ausbildung fand hauptsächlich durch “Learning by doing” statt. Die ersten Jahre habe ich Unmengen an alten Autos zusammengeschweißt, denn in den 80er Jahren waren Autos nach 8-9 Jahren überall durchgerostet und somit mussten großräumig Bodenhälften, ganze Einstiegsbleche und viele andere Karosserieteile eingeschweißt werden.

1982: Mein erstes Auto war genau so ein Fall. Monate lang habe ich den 9 Jahre alten Audi 80l Baujahr 73 zusammengeschweißt, alles gespachtelt, geschliffen und neu lackiert. Über die Jahre habe ich immer wieder Fahrzeuge für mich restauriert und wieder in Betrieb genommen.

Von einer Isetta bis zum BMW 520, von Suzuki 250GT bis zur Hayabusa war alles dabei. Meistens waren es Fahrzeuge, die reif für die Schrottpresse waren, aber mit Arbeitseifer und Liebe zum Detail wurden es immer schöne Fahrzeuge.

Arbeit 1984kl

nachher

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Suzuki
Mazdakl
BMW
Polo
Hausbaukl

1990 habe ich mein Haus in Ihrlerstein gebaut und habe Erfahrungen als Maurer, Verputzer, Elektriker, Installateur, Heizungsbauer, Fliesenleger, Zimmermann und Dachdecker gesammelt.

Isettakl

Von 1984 bis 2005 habe ich brav als Automechaniker gearbeitet.

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Arbeit 1989kl
Arbeit 1992kl
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Arbeit 1999kl
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2006 habe ich mich Selbständig gemacht, erst mit gepachteter Werkstatt und seit 2012 mit eigener Werkstatt. 

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2013/14 habe ich zusammen mit meiner Frau einen VW Käfer Bj. 1961 restauriert. Charlotta, wie wir sie liebevoll nannten, hat uns auf unserem persönlichen Werdegang ein Stück mit begleitet.

Mit Charlotta

Die neue Idee ist Classic Cars zu restaurieren.

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32 Jahre lang habe ich durchschnittlich 60 Stunden gearbeitet. Die letzten vier Jahre habe ich schon die Arbeitszeit immer mehr reduziert, dafür meiner Lebenszeit mehr Qualität gegeben.

Erst heute weiß ich, dass Leben nicht nur aus Arbeit besteht, sondern, dass das Leben viel mehr beinhaltet als nur Geld verdienen, damit man irgendwie über die Runden kommt. Leben ist viel mehr als fünf Tage bis zum umfallen zu arbeiten, dann dringend zwei Tage Erholung brauchen, um dann wieder das Spiel von vorn zu beginnen. Leben ist das was ich daraus mache. Ich bin Schöpfer meines Lebens, bin Herr über meine Zeit. Meine Wünsche und Ansprüche sind bisher Triebfeder meines Lebens und Arbeitens gewesen und erst jetzt habe ich erkannt, dass ich 90% davon nicht brauche.

Zufriedenheit ist der Schlüssel zum Glück: Lieber im Wohnwagen oder in einer kleinen Holzhütte leben und dafür Zeit für mich zu haben, als im Luxushaus mit 20 Zimmern und dafür 60 Stunden die Woche hart zu arbeiten. Mag sein, dass manche diese Einstellung mit einem unverständlichen Kopfschütteln zur Kenntnis nehmen. Ich selbst sehe sie als meinen neuen Weg.

Ich wünsche allen, die das hier gelesen haben, die Erkenntnis, dass JETZT die Zeit ist, die eigenen Wünsche real werden zu lassen.

Euer Günther Kissener